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Arbeitszeitmanagement

Zuletzt geändert am 27.02.2017 11:56 von Wiki Redakteur

Mit zunehmender Größe und Vielfältigkeit eines Betriebes steigt die Arbeitsbelastung deutlich an. Dies führt dazu, dass die eigenen Familien-AK für die anfallende Arbeit nicht mehr ausreichen. Gerade bei Tierhaltungsbetrieben werden schnell die arbeitswirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Familienbetriebes gesprengt.

Beispiel:

  • Milchviehbetrieb mit 70 Milchkühen + Nachzucht
  • 45ha Ackerland, 30ha Grünland
  • 8000 kg pro Kuh
  • 2,0 AK: Betriebsleiter (1 AK), Ehefrau (0,5 AK), Sohn (0,5 AK)

Für die tägliche Stallarbeit benötigt der Betrieb durchschnittlich ca. 6,5 Stunden pro Tag. Hofarbeiten, Organisation und Management sind mit 1,5 Stunden veranschlagt. Stallarbeit und Management bilden somit die tägliche Grundbelastung. Die Außenwirtschaft fällt je nach Jahreszeit an. Die höchsten Belastungen sind im Mai und den Sommermonaten gegeben.

Die Arbeitskapazität reicht auf dem Betrieb durchschnittlich für eine tägliche Arbeitszeit von ca. 12 Stunden. Der Betriebsleiter arbeitet im Schnitt 8 Stunden pro Tag. Die restliche Arbeitszeit teilen sich die Ehefrau und der Sohn. In den Wintermonaten ist dies ausreichend. Im Frühjahr und im Sommer genügt die betriebliche Arbeitskapazität in den Arbeitsspitzen nicht mehr. Fällt in dieser Zeit eine Arbeitskraft aus, kann der Betrieb nur schwer seine Arbeitsvorhaben umsetzen.

Gefühlte Arbeitsbelastung:

  • Betriebsleiter >3000 Stunden pro Jahr
  • Ehefrau ca. 1000 Stunden pro Jahr = 1 Volle Fremd-AK
  • Sohn ca. 1000 Stunden pro Jahr

 

(Quelle: W. Pfadler, Johann Habermeyer)

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Lösungen für die Arbeitsentlastung können sein:

Fremd-AK nutzen

Arbeiten Auslagern

Kooperationen bilden

Technikoptimierung