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1. Düngeplanung

1. Düngeplanung

Vor der ersten Düngung von Ackerland und Grünland muss der Stickstoff- und Phosphatbedarf des Pflanzenbestands ermittelt werden. Diese Düngebedarfsermittlung muss für jede Kultur und für jeden Schlag bzw. Bewirtschaftungseinheit schriftlich durchgeführt werden.


Die Düngebedarfsermittlung muss schriftlich nach einem vorgegebenen Schema erfolgen.


Der berechnete Stickstoffdüngebedarf ist die standortbezogene Obergrenze, die für die Kultur während der gesamten Vegetation gilt. Der Bedarf darf auf Teilgaben aufgeteilt und ausgebracht werden.


Die schriftliche Düngebedarfsermittlung ist aufzubewahren und im Falle einer Betriebskontrolle vorzuweisen. Bei der Durchführung der Düngung darf der ermittelte Düngebedarf in der Gesamtsumme (Summe der Teilgaben) grundsätzlich nicht überschritten werden. 


Betriebe, die von der Düngebedarfsermittlung ausgenommen sind:

  • Betriebe, die weniger als 15 ha bewirtschaften und weniger als 2 ha Sonderkulturen (Gemüse, Hopfen, Wein, Erdbeeren) und weniger als 750 kg N-Ausscheidung von Tieren haben und keinen Wirtschaftsdünger oder Biogasgärrest aufnehmen sowie

  • Betriebe, die auf  keinem Schlag wesentliche Nährstoffmengen an Stickstoff und/oder Phosphat (mehr als 50 kg Stickstoff oder 30 kg Phosphat je ha und Jahr) ausbringen.


Flächen, für die keine Düngebedarfsermittlung nötig ist:

  • Flächen, auf die keine wesentlichen Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphat (mehr als 50 kg Stickstoff oder 30 kg Phosphat je ha und Jahr) ausgebracht werden

  • Flächen mit ausschließlich Zierpflanzen oder Weihnachtsbaumkulturen

  • Baumschul-, Rebschul-, Strauchbeeren- und Baumobstflächen

  • nicht in Ertrag stehende Dauerkulturflächen des Wein- oder Obstbaus

  • Flächen mit schnellwüchsigen Forstge

    hölzen zur energetischen Nutzung sowie

  • reine Weideflächen, die jährlich nur über die tierischen Ausscheidungen mit maximal 100 kg Stickstoff je Hektar gedüngt werden.

  • Bei der Düngebedarfsermittlung für Phosphat sind zusätzlich Schläge < 1 ha ausgenommen.