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3. Obergrenze 170 kg N pro ha und Jahr

3. Obergrenze 170 kg N pro ha und Jahr

Aus organischen und organisch-mineralischen Düngemitteln, einschließlich Wirtschaftsdüngern, auch in Mischungen, dürfen Nährstoffe nur so aufgebracht werden, dass die aufgebrachte Menge an Gesamtstickstoff im Durchschnitt der landwirtschaftlich genutzten Flächen des Betriebes 170 Kilogramm Gesamtstickstoff je Hektar und Jahr nicht überschreitet. Davon abweichend darf im Falle von Kompost die durch dieses Düngemittel aufgebrachte Menge an Gesamtstickstoff im Durchschnitt der landwirtschaftlich genutzten Flächen des Betriebes in einem Zeitraum von drei Jahren 510 Kilogramm Gesamtstickstoff je Hektar nicht überschreiten.


Über organische Düngemittel aller Art darf im Durchschnitt der landwirtschaftlich genutzten (= gedüngt oder genutzt) Fläche eines Betriebes maximal 170 kg Stickstoff je Hektar und Jahr ausgebracht werden. Nach Düngeverordnung sind bei der Berechnung der 170 kg Grenze alle organischen Düngemittel (Gülle, Mist, Jauche, auch Biogasgärreste, Kompost, Klärschlamm etc.) zu berücksichtigen. Mineraldünger, die in organische Dünger eingemischt werden, müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Bei der Berechnung dürfen Stall- und Lagerverluste abgezogen werden. Bei Kompost darf die ausgebrachte Menge rechnerisch auf drei Jahre verteilt werden.


Für Grünland wird die Wiedereinführung der Derogationsregelung angestrebt, aber nicht vor der Düngesaison 2020 erwartet.


Für die Ermittlung der aufgebrachten Stickstoffmenge sind die im Sinne der Düngeverordnung bekannten, ermittelten oder festgestellten Gehalte, bei im Betrieb anfallenden Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft einschließlich des Weideganges und Düngemitteln, bei denen es sich um Gärrückstände aus dem Betrieb einer Biogasanlage handelt, mindestens die Werte anhand der Basisdaten, die von der nach Landesrecht zuständigen Stelle veröffentlicht sind, anzusetzen. Stall- und Lagerverluste dürfen entsprechend den Vorgaben der Düngeverordnung abgezogen werden. Für die Berechnung des Flächendurchschnitts sind alle durch den Betrieb genutzten Flächen heranzuziehen.


zu 4. Sperrfristen = Düngerausbringung verboten